Durch Korrosion und deren Folgen werden allein in Deutschland jährlich Kosten in Milliardenhöhe verursacht. Direkte und indirekte Kosten durch Produktions- oder Leistungsaus-fälle summieren sich in den Industriestaaten zu einem gesamtwirtschaftlichen Schaden von bis zu 4 Prozent des Bruttosozialprodukts. Die wirtschaftlichen und ökologischen Schäden – so schätzen Experten der World Corrosion Organisation (WCO) – ließen sich „durch konsequentes Korrosionsmanagement um 25 bis 30 Prozent reduzieren“. Übertragen auf die aktuellen finanziellen Belastungen „könnte man mit einem kompetenten Korrosionsschutz weltweit bis zu 990 Milliarden US-Dollar im Jahr einsparen.“
Korrosion (lateinisch corrodere: zersetzen, zerfressen, zernagen) ist die elektrochemische Reaktion eines meist metallischen Werkstoffs mit seiner Umgebung, die den Werkstoff messbar verändert bzw. zerstört und die Funktion von Bauteilen oder Systemen erheblich beeinträchtigt.
„Korrosion lässt sich nicht vermeiden“, Michael Heine, Inhaber und Geschäftsleiter der KH Tank- und Korrosionsschutz e.K. weiß, wovon er spricht. Das Familienunternehmen betreibt seit 1995 Werterhaltung in größerem Stil. „Schon der finanzielle Anreiz sollte – ganz abgesehen von den Belastungen, denen Mitarbeiter und Umwelt durch Korrosion ausgesetzt sind – genügen, frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Bauteile und Bauwerke vor Korrosion zu schützen und ihre Nutzungsdauer zu verlängern bzw. ihren frühzeitigen Ausfall zu verhindern.
Korrosion betrifft praktisch alle metallischen Werkstoffe, aber auch Glas, Kunst- und Baustoffe, und wird von vielen komplexen Faktoren beeinflusst. Wirksamer Korrosionsschutz muss diese Einflussgrößen verstehen. „Wir haben früh damit begonnen, in Abwägung der jeweiligen technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Erfordernisse optimale Strategien und Systeme für unsere Kunden zu entwickeln. Mit den Ansprüchen unserer Kunden sind wir gewachsen,“ erläutert Michael Heine.
„Zunächst haben wir korrodierte Flüssiggasbehälter instandgesetzt. Heute bieten wir zusammen mit unserer Tochtergesellschaft M2 GmbH, unserem Spezialisten für Lacksysteme und Oberflächenveredelungen, Dienstleistungen und Beschichtungslösungen aus den Bereichen Nano-Beschichtungen, Oberflächenqualifizierungen, leichten und schweren Korrosionsschutz, Spezifikationen, Lohnbeschichtungen und vieles mehr an.“
Moderne Beschichtungssysteme sind mittlerweile so perfektioniert, dass der Korrosionsschutz exakt auf die einwirkenden Korrosionsbelastungen ausgerichtet werden kann. „Im Korrosionsschutz bringen wir heute überaus wirksame Systeme und High-tech-Beschichtungen zum Einsatz, die die Lebensdauer von Bauteilen enorm erhöhen und wesentlich zur Nachhaltigkeit in Bau und Produktion beitragen. Doch einen absoluten Schutz werden wir nie erreichen. Eine regelmäßige Überarbeitung beziehungsweise Erneuerung ist daher unverzichtbar. Korrosionsschutz ist eben eine Aufgabe, die niemals endet,“ erklärt Michael Heine.